Archiv der Kategorie: Allgemein

Neuwied • NutriBasics für Berufsschüler

„Du bist was Du isst“ gilt definitiv für jeden Lebensabschnitt, hat aber ganz besondere Bedeutung wenn es um die elementaren Wachstumsjahre des Körpers geht.

Natürlich gibt es besonders in der Ernährung immer eine Grauzone zwischen theoretischem Ideal und tatsächlichem Handling, aber je besser man hier im Grundwissen aufgestellt ist, umso höher ist die Chance sich dem Optimum anzunähern.

Wie immer hat es mir besondere Freude gemacht jungen Menschen hier entsprechendes KnowHow zu vermitteln, in diesem Fall einer Berufsschulklasse der David Röntgen Berufsschule in Neuwied am 19.06.18

Wir sind alle Sternenstaub • Rest in Peace Stephen Hawking

Am 13.03.18 ist der Astrophysiker Stephen Hawking im Alter von 76 Jahren verstorben. Das ist erst einmal der Lauf der Dinge und somit nichts unbedingt ungewöhnliches, doch genauer betrachtet ist alles an der Person Stephen Hawking ganz und gar ungewöhnlich.

Er war ein begnadeter Wissenschaftler mit einem IQ von 160 Punkten und damit ein wahrlich leuchtender Geist, doch so hell sein Geist auch strahlte, er lebte -rein körperlich betrachtet- ein Dasein im dunkelsten Schatten. Im Alter von 21 Jahren wurde bei ihm ALS diagnostiziert, eine unheilbare Nervenerkrankung die Zug um Zug die willkürliche Steuerung der Muskulatur ausschaltet.

Die Ärzte gaben Hawking eine -krankheitsbild übliche-  noch verbleibende Lebenserwartung von zwei Jahren. Das ist nun 55 Jahre her!

Es gelang Hawking die Kraft des Geistes über die desolate Materie des eigenen Körpers zu stellen und obwohl er in seinem lahmgelegten Bewegungsapparat  praktisch nicht mehr selbstbestimmt war und er sogar die Fähigkeit zu sprechen verlor, blieb er bis zu seinem Todestag stark, klar und fokussiert auf sein Lebenswerk, die Erforschung des Kosmos.

Er lebte dazu auch ein bemerkenswert „normales“ Leben, in dem er bewusst Teil des aktive Ganzen war. Er hatte Familie, er dozierte an Universitäten und schrieb bemerkenswerte Bücher.

„Auch wenn ich mich nicht bewegen kann und über einen Computer sprechen muß, in meinem Kopf bin ich frei!“

Mit diesem Zitat brachte Hawking die Sache auf den Punkt, an dem wir uns alle ein Beispiel im Kampf für unsere vermeintlichen Missstände und Leiden nehmen können. Wir wäre gerne alle in möglichst Allem weltmeisterlich, aber leider reduziert sich unsere Meisterschaft dabei meist auf Jammern und Wehklagen. Es regnet mal wieder wenn wir Sonne erwarten, wir stehen morgens auf und fühlen uns oft gequält von etwas Rückenschmerz und im Frühjahr ärgert uns dann noch on Top der Heuschnupfen. Kurzum, im großen Ganzen läuft doch eigentlich gar nichts wirklich rund bei uns. Oder?

Vielleicht sollten wir hier kurz innehalten und uns vorstellen diese Gedanken einmal bewusst auszusprechen und zwar im Beisein von Stephen Hawking. Also aktives Jammern und Selbstmitleid gegenüber einem Wissenschaftsgenie, der Jahrzehnte im Rollstuhl verbracht hat und bis auf die Augen keinen Körpermuskel mehr bewegen konnte. Ich denke wir würden uns dabei in Grund und Boden schämen.

Wir haben alle das Geschenk des Lebens empfangen und sind dabei meist gesund oder zumindest nicht annähernd so eingeschränkt, wie Hawking es war. Damit sollte es unsere Pflicht sein das Leben mit offenen Armen, Mut, Lust, Liebe und Zuversicht anzunehmen und jeden Tag genau so zu leben.

Die Zeit läuft und jede Sekunde die vergeht kann nicht zurückkommen, denn am Ende gehen wir alle dahin wo wir hergekommen sind, denn wir sind alle Sternenstaub.

Rest in peace Steven Hawking, vielleicht bist Du dem Universum jetzt viel näher, als Du es im Leben jemals sein konntest.